Geschichte
Vom begeisterten Sammler zum einzigartigen Museum
Schweizer Feuerwehr- und Berufsmuseum mit Landwirtschaft
Das Museum für Feuerwehr, Handwerk und Landwirtschaft in Endingen ist heute das grösste seiner Art in der Schweiz. Hier wird Geschichte lebendig – mit Tausenden von einzigartigen Exponaten aus Handwerk, Landwirtschaft und Feuerwehrwesen. Hier sind über 100 Berufe dargestellt.
Wie alles begann
Den Grundstein legte der gelernte Schmied Walter Huber-Müller aus Oberrohrdorf. Ende der 1970er-Jahre entdeckte er zufällig eine Handdruckspritze aus Mülligen aus dem Jahr 1864. Diese restaurierte er mit grosser Leidenschaft – und das war der Beginn einer aussergewöhnlichen Sammlung.
Gemeinsam mit seiner Frau Rosmarie und seinem Sohn Walter besuchte er über Jahrzehnte unzählige Flohmärkte und sammelte mit Begeisterung historische Feuerwehr- und Handwerksutensilien. Durch Kontakte zu Bauern kamen auch zahlreiche landwirtschaftliche Geräte und Maschinen hinzu.
1999 öffnete das Ehepaar Huber die Türen ihres Lebenswerks:
Das Feuerwehr- und Handwerkermuseum in Endingen wurde gegründet und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Zeitgleich entstand der Verein Museum für Feuerwehr, Handwerk und Landwirtschaft, der bis heute aktiv zur Erhaltung und Weiterentwicklung beiträgt.
Unternehmerfamilien mit Herzblut für das Museum
Nach dem Tod des Gründerpaars Huber übernahm 2013 die Unternehmerfamilie Samuel und Hannelore Wehrli aus Suhr das Museum. Samuel Wehrli, Inhaber der Dobi-Inter AG und ehemaliger Präsident des Aargauischen Gewerbeverbandes, führte das Werk mit Engagement weiter.
Im Jahr 2022 ging das Museum an die Lengnauer Unternehmerfamilie Kurt und Franziska Schmid über. Kurt Schmid ist Unternehmer, Verwaltungsrat mehrerer Firmen, ehemaliger Präsident des Aargauischen Gewerbeverbandes, war Gemeindepräsident und Grossrat. Als Kulturschaffender setzt er sich mit Leidenschaft für den Erhalt regionaler Geschichte und kultureller Tradition ein.
Die neuen Eigentümer übernahmen im 2022 auch die Museumsgüter von Heinrich Bischof. Somit befinden sich keine Museumsgüter mehr von Dritteigentümern im Museum.
Die idyllische Lage des Museum
Das Museum befindet sich im „Schöntal“ der Gemeinde Endingen AG. In diesem Surbtaler Talboden stand stets eine aktive Geschäftstätigkeit in Verbindung mit Wohnungen im Vordergrund. Bis in die 1970er- Jahre drehte noch ein unterschlächtiges Wasserrad für die nötige Energie. Hier die vielfältigen Nutzungen und Bautätigkeiten im Laufe der Zeit:
- Von 1865 – 1911 produzierte die Spinnerei Wegmann,
- von 1911 – 1948 die Schreinerei Keller,
- dann von 1948 – 1976 die Schuhfabrik Odermatt.
- Von 1976-1982 nutzte der Antennenbau Müller die Gebäulichkeiten.
- 1982 übernahm die Familie Walter Huber die gesamte Anlage für einen Museumszweck.
- 1994 Neuanlage des Weihers („Feuerweiher“).
- 1996 Bau der „Erweiterungshalle„.
- 1997/98 Bau/Umgestaltung der Beiz „Sprützenhüseli“.
- 2013 übernahm die Familie Samuel Wehrli das Areal mit unveränderter Museumsnutzung und
- 2022 die Familie Kurt Schmid mit dem gleichen Ziel.
- 2024 Erstellung dier PV-Anlage.
- 2024-2026 Gesamtsanierung der Haupttraktes sowie mit gesamter Aussenrenovation.
Das Gebäudeensemble, der Museumsplatz und der Weiher schaffen eine einzigartige Idylle.
Heute und morgen
Im Mittelpunkt steht die langfristige Erhaltung und Weiterentwicklung des Museums. Dazu tragen die Museumsbesitzer, der Kurator Heinrich Bischof sowie der engagierte Verein Museum Feuerwehr, Handwerk & Landwirtschaft gemeinsam bei.
2024 feierte der Verein sein 25-jähriges Bestehen mit einem grossen Jubiläumstag.
Kommen Sie vorbei und unterstützen unser Kulturgut mit Ihrer Mitgliedschaft !







